Her Royal Fluffiness Celestia, Princess of Cake
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Comments by "Her Royal Fluffiness Celestia, Princess of Cake" (@CakePrincessCelestia) on "Wütende Mitte: Vergisst die Ampel die Fleißigen? | maybrit illner vom 25. Januar 2024" video.
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@QuarkTASCHENjoe Genau die waren ursprünglich auch mal als Sprungbrett in echte Arbeit gedacht. Die Realität ist stattdessen, dass es nur billige Arbeitskräfte sind, die ausgetauscht werden. Es gibt z.B. auch Rahmenbedingungen. Man muss schon 5 Jahre lang arbeitsuchend sein, bevor man eine annehmen kann - dann nur für 2 Jahre und erst 3 Jahre danach bekommt man erneut "Anspruch" - wieder für 2 Jahre. In einigen Sonderfällen kann die Dauer aber auch auf 3 Jahre verlängert werden (z.B. bei sogenannten "Vermittlungshemmnissen", typischerweise gesundheitlicher Natur). Diese Jobs wurden früher übrigens mal von Zivis gemacht, die waren zuverlässiger und wurden auch gebraucht - und fehlen heute vor allem in der Pflege.
Michael Müller, Regierender Bürgermeister in Berlin von 2014 bis 2021 hatte übrigens 2019 in Berlin das Projekt "Solidarisches Grundeinkommen" gestartet, in dem 1000 Leistungsempfänger einer gemeinnützigen Tätigkeit nachgehen sollten, ganz wie bei der AGH, dafür aber statt dem "1€" sowie den Sozialleistungen zu erhalten, wurde dies als sozialversicherungspflichtige Beschäftigung mit 1500€ brutto gestaltet - mittlerweile wird stattdessen Mindestlohn ausgezahlt, wenn ich mich nicht irre. Fand dieses Projekt immer interessant, vor allem, weil man dann wirklich mehr Geld hat und auch Rentenversicherungsbeiträge einzahlt (das hat die Merkelregierung im Jahre 2011 übrigens für Hartz 4 abgeschafft, bis dahin gingen dort immerhin kleine Beiträge ein!).
Und dann gibts noch 16e und 16i. Genau für die beiden wurden aber die Mittel gestrichen. Gerade 16i war bei Einführung 2019 wirklich interessant. 5 Jahre sicherer Job im sogenannten "Zweiten Arbeitsmarkt", also in wirklich dafür geschaffenen Stellen, die ersten beiden Jahre komplett vom Staat bezahlt, danach je 90%, 80% und 70%, was auf die 5 Jahre geamt 88% ausmacht. Zu dem gesetzlichen Mindestlohn. Die Betriebe haben auch die Freiheit, mehr zu zahlen. Durch die 5-jährige Beschäftigung soll die Bindung hergestellt werden, in der Hoffnung, dass der Arbeitnehmer dann auch bleiben kann. Ob das funktioniert, weiß man bis heute nicht - die 5 Jahre sind selbst für die ersten, die in den "Genuß" kommen durften noch nicht rum. Aber wenn der Mitarbeiter plötzlich teuer wird, dann kann es schon sein, dass er gehen muss... nichtdestotrotz hat dieser so wenigstens 5 Jahre Berufserfahrung im Lebenslauf und dabei Sozialversicherungsbeiträge entrichtet! Gerade die Berufserfahrung kann es dann erleichtern, woanders wieder Chancen zu bekommen. 16e ist auch bezuschusst und auch mit besonderem Kündigungsschutz, aber soweit ich mich erinnere, nur zu 50% für 2 Jahre. Die Vermittlung geschieht hier aber im Gegensatz zu 16i in den "Ersten Arbeitsmarkt", es erfordert also auch ein "erfolgreiches" Bewerbungsverfahren seitens des Arbeitsuchenden, der bei potenzieller Bewilligung des Vermittlungszuschusses diesen dem potenziellen Arbeitgeber anbieten bzw. ihn darüber informieren muss.
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@swish6143 Das hat ganz andere Gründe. Schau dir mal die Gründungsgeschichten von den ganzen Tech-Giganten an. Da wirste feststellen, dass da wirklich jeder Hunderttausende bis Millionen von Familie und Freunden zusammenbekommen hatten, um die Firmen zu gründen (auch diejenigen, die das in der Garage der Eltern getan hatten!). Die mussten das nicht an irgendwelche Banken abstottern und konnten erstmal richtig durchstarten.
Und dann versuch mal, mit wirklich Null, Nichts, Nada ne Firma zu gründen. Viel Erfolg!
Nen Kredit von ner Bank holen kann man dafür ja, aber was ist, wenn man die Bude dann in den Sand setzt? Dann hat man nen riesigen Schuldenberg am Arsch und landet bei Peter Zwegat. Und genau dieses wirklich desaströse, perspektivvernichtende Risiko will keiner ernsthaft eingehen. Denn wenn dich das Leben genau da fiept, haste deine einzige Chance jemals gehabt und verbraten. Mit mehreren zig bis hunderten Tausend Öcken Schulden, die du nicht abzahlen kannst, gibt dir keiner mehr nen Kredit für nen zweiten Versuch.
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@DennisEK_ Energie ist sehr wohl im Regelsatz drin, jedenfalls teilweise. Dafür vorgesehen sind bis zu 49,77 € (8,84% des Regelsatzes). Dazu kommt ggf. noch 2,3% Mehrbedarf Warmwasser bei Durchlauferhitzern. Das sind bis zu 12,95 € (das sind bei aktuell 40¢/kWh 32,375kWh - das reicht bei nem üblichen DLH mit etwa 24kW für etwa eine Stunde und 20 Minuten - für den ganzen Monat! Strom zahlt das Amt bzw. Jobcenter nämlich nicht. Wer Warmwasser über die Gasheizung oder gar einen Kollektor auf dem Dach erzeugt, kriegt das bezahlt, sofern es in angemessenem Rahmen bleibt. Wirklich gerecht ist das nicht...
Ansonsten stimmt aber, was du schilderst. Die Erhöhung basiert allein auf den Inflationsraten für die anfallenden Kostenbereiche, wovon der Größte für Lebensmittel anfällt. Das wurde für 2024 und auch 2023 exakt genauso berechnet wie all die Jahre davor auch. Eine "außerplanmäßige Erhöhung" darüber hinaus gab es nie, weder in Form von der Erhöhung, die uns von SPD sowie den Grünen versprochen wurde, noch in Form von "Coronahilfe", auch wenn der Herr Lindner uns das als soche verkauft hat.
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Ich bin effektiv erwerbsunfähig und muss mich genau mit dem Quark regelmäßig rumschlagen, weil es einfach total fürn Poppes ist, wie das in diesem Land geregelt ist.
Aber erstmal vorweg was ganz anderes: Anstatt darüber zu reden, dass Bürgergeldempfänger motiviert werden müssen, wieder Arbeit aufzunehmen - indem man ihnen bei "Nichtgehorsam" die Leistungen gänzlich kürzt (wovon sollen die sich dann bitte ernähren? Oder Vorstellungsgespräche wahrnehmen können?), sollte mal etwas dafür getan werden, dass die Arbeitgeber motiviert werden, auch einzustellen!
Ich bin mitten in der Finanzkrise auf dem Arbeitsmarkt gelandet und hab weit über Tausend Bewerbungen geschrieben und verschickt, in einem Zeitraum von knapp 5 Jahren. Anfangs waren es mehr, es wurde dann nach und nach weniger, weil ich in all den Jahren immer wieder die gleichen Stellenangebote gesehen und auch vom Amt (verzeihe, vom "Jobcenter"...) bekommen habe (teils mehrfach!), die seltsamerweise nie aus den Börsen geöscht wurden. Meine Bewerbungsunterlagen waren laut diverser Coaches absolut nicht zu beanstanden, ich wurde dennoch immer wieder in ebensolche Maßnahmen gesteckt (absolute Steuergeldverschwendung!). Ach ja, ganz nebenbei, ich habe einen Informatikabschluss. Bin nur zur falschen Zeit auf dem Markt gelandet, ohne Berufserfahrung... darauf achten Arbeitgeber ganz penibel. Bringste nichts mit, haste schon verloren. Irgendwelche privaten Projekte aus der Freizeit sind zudem absolut irrelevant, selbst wenn man diese zeigen kann.
Naja, und dann passierte es eben: In der Arbeitslosigkeit krank geworden. EU-Rente oder wenigstens EM-Rente? Fehlanzeige. Hab ja nicht gearbeitet (Anforderung: mindestens 3 Jahre sozialversicherungspflichtig innerhalb der letzten 5). Grusi? Ebenfalls Fehlanzeige. Dafür brauchts ein Gutachten. Laut Amtsarzt hab ich aber nichts, 100% voll erwerbsfähig, trotz diverser Unterlagen von allen behandelnden Ärzten, die ich eingereicht hatte - die dann aber nicht berücksichtigt wurden, weil sie schon zu alt waren. Habe nachgefragt, ob nicht ein neues Gutachten mit aktuellen Unterlagen gemacht werden könnte - Antwort war platt und einfach: "Wieso? Wir haben doch ein Gutachten, nach dem sie erwerbsfähig sind. Wenn wir das nochmal machen lassen, kostet das nur Geld und führt zum gleichen Ergebnis."
Das Gleiche beim Versorgungsamt. Brauchen fast 3 Jahre, bis sie endlich mal aus dem Quark kommen und auf meine Flut an Antrags-Pamphlets reagieren, nur um mir dann zu sagen, dass die Unterlagen zu alt sind und nicht mehr berücksichtigt werden können. Ich kenne den GdB-Katalog übrigens gut genug, um 100% sicher zu wissen, dass ich mindestens 60% bekommen würde.
Und das Jobcenter? Tja, ich gelte nach wie vor als erwerbsfähig... den Rest kann man sich denken, oder?
Ach ja, mal so ganz nebenbei: Beim Thema Umschulung, das ich zwischenzeitlich auch als Hoffnungsschimmer noch versucht hatte, spielten Jobcenter und die Deutsche Rentenversicherung in mehreren Schritten Ping Pong mit der Zuständigkeitsverantwortung, keiner von beiden wollte es sein. Resultat für mich war und ist also: "Is nich." - Förderung = 0. Aber fordern, das können sie!
Und seien wir mal ehrlich: Der ganze Aufwand, mich weiter zu drangsalieren und zu verwalten kostet viel Geld und wird auch weiterhin viel Geld kosten, ohne Ergebnis! Das System gehört reformiert, damit nicht mehr Erwerbsfähige auch endlich da hin kommen, wo sie hingehören: In einen respektvollen, gesundheitsbedingten Vorruhestand. Denn so, wie dieses menschenverachtende System momentan funktioniert, haben wir kein Sozial- sondern ein Asozialstaat!
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