Her Royal Fluffiness Celestia, Princess of Cake
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Comments by "Her Royal Fluffiness Celestia, Princess of Cake" (@CakePrincessCelestia) on "Sozialstaat in der Kritik: Kühnert wirft Merz "Lüge" vor | Markus Lanz vom 06. September 2023" video.
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(1/2) - Fortsetzung als Kommentar zu diesem
1:10 "Wir sind ja ziemlich gut, wenn's um [...] Ausbildung geht" ~Markus Lanz - einer der wirklich schlechtesten Witze, die ich jemals gehört habe! (Betriebliche) Ausbildung in Deutschland ist schon seit gut 2 Jahrzehnten absolut für die Tonne! Gewinnmaximierung und maximale Ausbeute der billigen Arbeitskraft sind doch die wahre Realität!
1:52 Merz fordert ja auch die gänzliche Abschaffung des Solis. Hab das erst kürzlich durchgerechnet, den zahlt man überhaupt erst ab ca. 5460€ brutto monatlich, was vermutlich (actually: nachgeschlagen!) bei 85% der Beschäftigten in diesem Land über dem liegt, was sie verdienen - die Meisten zahlen den also schon längst nicht mehr. Aber man kann ja schön auf Stimmenfang gehen damit und meinen, das würde Probleme lösen... (Quellen: nettolohn·de nach Steuerklasse I ohne Kirchensteuer und Einkommensverteilung in Deutschland auf iwkoeln·de)
2:18 Nochmal zur Rekapitulation: der Soli fällt erst ab ca. 65.500€ jährlich an.
6:02 "Gerd Schröder" ~Markus Lanz
9:25 Naja, da ist es ja noch heißer als hier... aber nicht besser! Und auf die jährlichen Hurricane-Schäden und Waldbrände könnte ich auch verzichten.
11:02 Fair genug. Aber will man nicht auch mit gutem Beispiel vorangehen und damit etwas lostreten, was hoffentlich nachhaltig die Welt für nachfolgende Generationen besser macht? Das ist literally die übliche "Ja, aber wenn nur ich das sein lasse, dann ändert das doch eh nix!"-Ausrede!
11:28 Diese Verbotslüge ist auch ganz groß im Rennen bei der AfD... einfach nur widerlich! Die Realität ist doch: Es gibt kein Verbot, niemand muss seinen fossilen Verbrenner ausbauen. Erst wenn dieser irreparabel ist und gänzlich ersetzt werden muss, ist es dann nötig, 65% aus erneuerbaren Energien zu verheizen. Und bei der Neuanschaffung gibt es, wenn ich das jetzt nicht ganz falsch verstanden habe, 30% Subvention vom Staat, bis 2028 sogar zusätzlich dazu nochmal 20%, welches dann tröpfchenweise danach weniger werden soll, bis nur noch die 30% bleiben. Und jetzt mal ganz ehrlich: Wo bitte ist das Problem? Wenn ich Immobilienbesitzer wäre und hätte eine defekte Heizung, dann würde ich doch definitiv schauen, eine neue zu bekommen, die moderner und umweltfreundlicher ist als der alte Ölbrenner oder die Gastherme. Am liebsten eine Sole-Wasser-Wärmepumpe - also nicht die, die außerhalb des Hauses wie ne Klimaanlage aussieht, sondern diejenige, welche die Wärme aus dem Erdboden zieht - da gibts die nämlich umsonst! In Kombination mit einem Sonnenkollektor auf dem Dach fürs Warmwasser! Wer zu so einem Schritt nicht bereit ist und das sogar verteufelt, hat echt den Knall nicht gehört! Das ist doch defintiv eine Wertsteigerung der Immobilie! Und wie gesagt: Niemand muss seine bestehende Heizung irgendwann plötzlich rausrupfen, weil diese plötzlich verboten ist. Man darf auch immer noch 100W-Glühlampen verwenden, falls man noch welche haben sollte. Ob das so klug ist, sei mal dahingestellt ;)
12:03 Genau!
12:14 Das hatte ich jetzt nicht mehr auf dem Schirm, ist aber absolut sinnvoll!
13:46 Irgendwie hab ich das Gefühl, dass der Kollege beim Zähneputzen das Wasser laufen lässt, weil es ja eh nicht so viel ausmacht.
17:15 Als jemand aus dem Bereich der Informatik kann ich nur sagen: Man muss immer vom DAU ausgehen, keine Ausnahmen. Denn Einstein hatte Recht. Seine Theorie war, dass es zwei Dinge gibt, die Unendlich sind. Das Universum und die Dummheit der Menschen. Beim Universum sei er sich aber nicht ganz sicher gewesen.
17:56 Absolut! Selbst beim Worst Case im Mindestlohn mit Steuerklasse VI käme ich auf 1.255,19 € netto monatlich für das Jahr 2024 bei 40 Wochenstunden. Ich beziehe leider gesundheitsbedingt ALG2, *nächstes* Jahr werden dies knapp 830 € monatlich inkl. KdU und "Mehrbedarf für Warmwasserbereitung mit Durchlauferhitzer" (welche lächerlich gering ausfällt und zusammen mit dem Regelsatz-Anteil für Strom nichtmal für 3 Minuten Warmwasser pro Tag reicht - während jemand in einer Wohnung mit Warmwasser durch Gasverbrennung dieses komplett bezahlt bekommt, solange es in einer angemessenen Höhe liegt, aber das ist ein anderes Thema). Für über 420€ mehr würde ich absolut noch arbeiten, wenn ich noch könnte und die Chance auch bekommen würde! Denn am Ende des Geldes ist nicht selten noch etwas vom Monat übrig, diese 420€ mehr wären ein Unterschied wie Tag und Nacht, der es mir ermöglichen würde, am sozialen Leben überhaupt teilhaben zu können und mal was anderes zu sehen, als nur die eigenen vier Wände! Aber trotz Abitur und abgeschlossener Ausbildung in der IT-Branche habe ich auf dem Arbeitsmarkt mangels Referenzen und gravierender gesundheitlicher Einschränkungen absolut keine Chancen mehr.
Ich habe in der Ausbildung an eingestuften Projekten gearbeitet (weshalb ich da nichts von dem, was ich gemacht hab, als Referenz präsentieren kann) und konnte aufgrund dieser Problematik schon direkt danach, übrigens mitten in der Finanzkrise 2009, keinen Anschluss finden - zudem zählt man als "Langzeitarbeitloser", also nach einem Jahr Arbeitslosigkeit als "wieder ungelernt" - der erfolgreich erworbene Berufsabschluss verliert dabei in der Privatwirtschaft *völlig* an Bedeutung! Darüber redet man nur nie... und die Anstrengungen der Jobcenter, dort für Anschluss und Weiterbildung zu sorgen (aka die Förderung, für die man Forderungen zu erfüllen hat!) sind leider nicht-existent!
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BTW: Die Armutsgefährdungsgrenze, 60% des mittleren Einkommens, liegt bei ca. 1200€ netto monatlich. Bei weniger als 40% des mittleren Einkommens gilt man als arm. Ich liege momentan ein gutes Stück darunter und werde nach der Erhöhung nur ganz knapp darüber liegen, ohne dass sich an der Tatsache wirklich viel ändert... aber laut Herrn Merz sollen ja 132€ Regelsatz (Aussage von 2008m zur Referenz, der lag zu der Zeit bei 351€) reichen. Damit hat er sich meiner bescheidenen Meinung nach jeglicher Diskussion darüber komplett disqualifiziert.
18:40 Wer im Glashaus sitzt, sollte lieber mal vor der eigenen Türe die Scherben kehren, die durch den Steinwurf bereits entstanden sind...
20:14 Absolut berechtigte Feststellung!
22:19 Es ist nicht sinnvoll, einfach wahllos jede "zumutbare" Arbeit anzunehmen. Es hat sich seit Einführung der Hartz-Gesetze immer wieder gezeigt, dass dies nicht zielführend ist, die Leute schnell wieder aus diesen "zumutbaren" Jobs rausfliegen, weil sie dafür nicht geeignet sind und die ganze Sanktionspolitik überhaupt nicht förderlich ist, sondern vielmehr die Leute nur unnötig psychisch krank macht, was die Chancen auf einen Wiedereinsteig in das Berufsleben nur verschlechtert, zum Teil sogar massiv. Dass der sogenannte Vermittlungsvorrang gefallen ist, war absolut richtig, wir haben immer noch das Recht auf Selbstbestimmung in diesem Land - per Grundgesetz! Wir müssen die Leute in Perspektiven mit sicherer Zukunft bekommen, anstatt sie nur so schnell wie möglich irgendwie wieder in Arbeit zu bekommen, nur um danach den schönen Statistiken huldigen zu können! Ich bin daher auch seit jeher schon der Meinung, dass das Prinzip Fördern und Fordern in der bisherigen Form einfach falsch und nicht zielführend ist! Die Förderung hat nicht das Auszahlen des Regelsatzes und der KdU sowie potenziellem Mehrbedarf zu sein - das sollte als Voraussetzung unangefochten stehen, um erstmal das Überleben zu sichern und zu gewährleisten. Die Förderung sollte sich darauf belaufen, die Menschen aktiv beim Wiedereinsteig in das Berufsleben zu unterstützen, durch Förderungen zu Weiterbildungen, Umschulungen, aktive und direkte Vermittlung unmittelbar in die Privatwirtschaft und auch der Ermöglichung eines Studiums zur Chancenerhöhung der Wiederaufnahme der Arbeitstätigkeit. Das kann gerne gestrichen werden, wenn der Leistungsempfänger die Termine nicht wahrnimmt - dann muss er halt alleine sehen, wie er das irgendwie hinbekommt. Aber das Problem ist ja, dass diese Unterstützung nahezu vollständig fehlt und in den Zügen, in denen sie existiert, streng reglementierte Voraussetzungen erfordert (Stichworte 16e und 16i, Teilhabechancengesetz). Ich konnte so z.B. selbst mit meinen starken gesundheitlichen Einschränkungen, die es mir erheblich erschweren, meinen gelernten Beruf weiter auszuüben, trotzdem nicht erreichen, einen sogenannten "Bildungsgutschein" für eine potenzielle Umschulung zu bekommen und der Ball wurde somit an die Deutsche Rentenversicherung weitergespielt - die sich bisher wohlgemerkt ebenfalls querstellt, weil diese noch auf die GdB-Feststellung des Versorgungsamtes wartet, welches nach mehrmaligem Antragstellen (auf Verdacht des Nichteingangs) sich exakt 2 Jahre nach Antragstellung endlich gemeldet hat, mit der Bemerkung, dass sämtliche Unterlagen älter als 2 Jahre sind und deswegen nicht mehr zur Bewertung des GdB herangezogen werden können - womit der ganze Summs mit den Facharzt- und Klinikbesuchen, monatelangen Wartezeiten zum erneuten Erhalt sämtlicher Befunde wieder von vorn losgeht, eben auch mit der Hoffnung, dass die Damen und Herrem auf dem Versorgungsamt das nächste Mal schneller aus dem Quark kommen, damit der Papierkram dann noch gültig ist. An so einem katastrophalen bürokratischen Schwachsinn sollte es in diesem Land nicht scheitern, aber genau das tut es leider. Keiner will zuständig sein, weil alle sparen müssen - zu kurz kommt dabei der "Kunde", der eigentlich das Produkt (der sogenannten "Arbeitslosenindustrie" - wieder ein eigenes Thema, welches eklatankte Unzulänglichkeiten des "Förderns" offenlegt) ist und weiterhin chancenlos der Behördenwillkür ausgesetzt ist. Aber der Arbeitslose ist ja schlichtweg faul und ruht sich nur in der sozialen Hängematte aus, während er die von den Steuerzahlern knallhart erarbeiteten Gelder mit der Gießkanne über den Wohlstandsbauch geschüttet bekommt... ;)
22:41 "Laut dem Statistischen Bundesamt sind die Nahrungsmittelpreise zwischen Juli 2021 und Juli 2023 um 27,2 Prozent gestiegen - eine Steigerung, die die allgemeine Inflation deutlich übertrifft." ~tagesschau am 04.09.2023 zum Preisanstieg bei Lebensmitteln
"Im ersten Halbjahr 2022 kostete eine Kilowattstunde (kWh) Strom in Deutschland durchschnittlich 37,14 Cent. In der zweiten Jahreshälfte war es bereits 40,07 Cent. Im Vergleich zum Vorjahr (32,16 Cent) ist der Strompreis um die 24 Prozent teurer geworden." ~co2online
Außerdem war eine "signifikante Verbesserung der finanziellen Situation" der Sozialleistungsempfänger im Koalitionsvertrag, wenn auch nicht näher spezifiziert, ausgehandelt worden.
Eine Erhöhung der Heizkosten wurde bei mir übrigens als "nicht angemessen" angesehen und abgelehnt, somit sitze ich zudem noch auf den Mehrkosten seit dem Russischen Überfall auf die Ukraine und die dadurch resultierenden erheblichen Preissteigerungen, obwohl man ja angeblich "alles bezahlt bekommt".
Noch Fragen?
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Vollste Zustimmung. Sehkraft FDP (= Fast Drei Prozent) dank viel zu spät diagnostiziertem Glaukom, mehrere Augen-OPs (und es werden weitere folgen) zum Erhalt der letzten FDP an Sehkraft, ME/CFS-Symptome schon vor Corona (Fachärztliche Diagnose steht noch aus), aber massiv verstärkt durch den BioNTech-Impfstoff, Migräne an gefühlt 5 von 7 Tagen die Woche, schwere ungeklärte Lymphödeme (Herz-Kreislauf und Nieren wie im Bilderbuch, aber Bluthochdruck, vermutlich aufgrund des Lymphproblems) und das ganze Programm mit Angststörung, Depressionen, Psychosomatik... ich wünschte, ich könnte noch arbeiten, bin aber einerseits auf dem Arbeitsmarkt, selbst als ITler, absolut chancenlos und andererseits würde ich das auch einfach körperlich und psychisch nicht mehr schaffen. Ich hatte vor Corona eine Arbeitsgelegenheit und diese mit 30 Wochenstunden begonnen und aufgrund meiner gesundheitlichen Lage musste ich dies auf 20 Stunden reduzieren, was ich nur mit Ach und Krach geschafft habe - ich war da nämlich selbst geschafft und kam am Wochenende noch auf ca. 4-6 Stunden aktive Freizeit auf die komplette Woche. Work-Life-Balance praktisch nicht gegeben, es war einfach zu viel! Das wirklich Harte ist, unter dem ganzen Druck des Wieder-In-Den-Arbeitsmarkt-Zurückkommens die ganzen Behördengänge bzw. die entsprechende Kommunikation (nicht vergessen, das ging fast 3 Jahre lang nämlich gar nicht persönlich vor Ort!) und auch die Arzt-Odyssee mit monatelangen (in der Psychotherapie sogar JAHRElangen) Wartezeiten irgendwie hinzubekommen und dabei zusehen zu müssen, wie langsam die Amtsmühlen doch mahlen... hab auch keinen Bock mehr darauf, ständig in die "soziale Hängematte" stigmatisiert zu werden. Würde gerne noch arbeiten können und das dann auch tun, ist aber nicht. Und in der Situation wäre mir ein Bedingungsloses Grundeinkommen, wengistens unter bestimmten Voraussetzungen, z.B. ab 50% GdB, deutlich lieber... denn EU-Rente ist auch nicht, habe ja nicht in den letzten 5 Jahren 3 versicherungspflichtig gearbeitet. Wir haben ein Problem, dass Leute in Hartz IV bzw. neudetusch Bürgergeldbezug landen, die eigentlich anderweitig versorgt gehören, weil sie aus gesundheitlichen Gründen gar nicht mehr vermittelbar sind! Und der Wohlstand dieses Landes sollte solchen Leuten eigentlich ein menschenwürdiges Leben ermöglichen können... und jeder, der das jetzt kritisch sieht, sollte sich Gedanken darüber machen, dass es ihn/sie selbst jederzeit auch treffen könnte!
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Lohnnebenkosten = in erster Linie Sozialversicherungsbeiträge und betriebliche Unfallversicherung in Höhe von etwa 21% des Bruttolohns. Das zu senken, wäre fatal. Aber natürlich könnte man die Rentenversicherungsbeiträge senken, und damit auch die ausgezahlten Renten ;)
Die laufen übrigens über den Generationenvertrag. Die sind nicht deswegen so niedrig, weil der Kanzler (oder davor die Kanzlerin) euch gegenüber ein A-Loch ist, sondern weil die Bevölkerungspyramide in Deutschland auf dem Kopf steht. Wenige junge Leute erarbeiten JETZT die Renten, die viele Rentner JETZT ausgezahlt bekommen. Niemand erarbeitet seine eigene Rente, sondern sammelt nur Rentenpunkte über die Zeit seiner Beschäftigung, die Höhe der Renten hängt dann zudem von den erwirtschafteten Rentenbeiträgen, welche zur Hälfte Lohnnebenkosten sind, ab. Wer heute Rente bezieht und "so viel gearbeitet hat", hat die Rente seiner Eltern- und Großelterngeneration bezahlt, nicht die eigene.
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